M2M als Treiber von Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist die intelligente Vernetzung von Maschinen und Objekten untereinander mittels Technologien wie RFID und NFC. Das so entstehende Netz ist das Internet der Dinge. Produkte wissen während des gesamten Produktions- und Vertriebsprozesses über ihren Zustand Bescheid und geben diese Informationen an die am Prozess beteiligten Maschinen weiter, die auf dieser Basis entscheiden, was mit dem Produkt weiter geschehen soll. Fertigungs- und Verteilprozesse werden so transparenter und effizienter und können sehr viel schneller an individuelle Kundenanforderungen angepasst werden. So ist auch eine rentable Produktion von Einzelstücken und Kleinstmengen möglich. Daraus wiederum ergeben sich neue Geschäftsmodelle wie zum Beispiel die individuelle Fertigung von Bekleidungsstücken.

„90 Prozent der produzierenden Unternehmen in Deutschland werden über kurz oder lang an M2M-Technologien nicht vorbei kommen, wenn sie auf dem internationalen Markt weiterhin führend sein wollen“, prognostiziert Eric Schneider, Vorsitzender des Branchenverbandes M2M Alliance. Die vierte industrielle Revolution, die Verschmelzung von IT und Prozessfertigung ist also in vollem Gange, sollte man meinen.

Nach einer Umfrage des Branchenverbandes BITKOM kann aber nur rund jeder fünfte Bundesbürger mit dem Begriff Industrie 4.0 etwas anfangen. Und auch in den Vorstandsetagen der Industrie ist der Begriff längst nicht allen bekannt, eine Umfrage von Mieschke Hofmann und Partner unter 230 Managern ergab, dass jeder vierte den Begriff gar nicht kannte. Verliert Deutschland den Anschluss?

Dieses Problem hat auch die Bundesregierung erkannt und Industrie 4.0 als Zukunftsprojekt in ihre Hightech-Strategie aufgenommen, allerdings bislang mit wenig durchschlagendem Erfolg. Viele Unternehmen vor allen Dingen aus den Bereichen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau nutzen die neue Schlüsseltechnologie, allerdings in erster Linie zur Kosteneinsparung. Innovative neue Geschäfts- und Vertriebsmodelle sind bislang eher die Ausnahme, dabei bieten sie nach Expertenmeinung große Chancen. Eric Schneider: „M2M bietet Möglichkeiten und Geschäftsmodelle, die wir uns momentan noch gar nicht vorstellen können“.

Gründe für die bislang hinter den Erwartungen zurück gebliebene Entwicklung der Branche sind sicherlich Vorbehalte der Nutzer bezüglich Datenschutz und Datensicherheit sowie das Fehlen verbindlicher Standards. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zur Marktakzeptanz von M2M/IoT-Technologien, die im Auftrag der M2M Alliance durchgeführt wurde. Der Branchenverband M2M Alliance e.V. setzt sich daher auch für mehr Datenschutz und sichere Anwendungen der M2M-Technologie ein.

Als unabhängiger Branchenverband organisiert sie unter anderem den alljährlich stattfindenden M2M Summit, das europaweit größte Treffen der Branche. Die Kongressmesse unter dem Motto „Smart Connect – The fascination of IoT (Internet of Things)“ mit über 60 Ausstellern und mehr als 1.000 internationalen Teilnehmern findet am 08. und 09. September 2015 in Düsseldorf statt. Auch das CNM wird wieder vor Ort sein und anschließend über die neuesten Einwicklungen im Mobile NFC Business und M2M-Sektor berichten.

M2M als Treiber von Industrie 4.0 - Quelle: M2M Alliance e.V.

M2M als Treiber von Industrie 4.0 – Quelle: M2M Alliance e.V.

Über die M2M Alliance: Mit 76 Mitgliedern aus dreizehn Ländern ist der M2M Alliance e.V. (Link) der weltweit größte Branchenverband. Die M2M Alliance versteht sich als Plattform und Sprachrohr für Anbieter und Anwender von M2M-Lösungen. Oberstes Ziel der M2M Alliance ist die Förderung von M2M-Technologien und -Lösungen. Sie unterstützt ihre Mitglieder dabei, im Wachstumsmarkt M2M die für sie optimalen Partner aus den Bereichen Hardware, Software, Integration und Beratung zu finden. Die Mitglieder der 2007 gegründeten Alliance kommen aus der Industrie, sind Netzbetreiber, Hard- und Software-Hersteller, aber auch Integratoren und Berater. Der Verband ist zudem Ausrichter des M2M Summit und gibt das M2M Journal, ein Jahrbuch sowie einen E-Mail-Newsletter heraus.

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