Nun also doch: Erstes NFC-Terminal von Payleven

Sie heißen Square, iZettle oder Payleven. Außerhalb der Payment-Branche kennt diese Namen niemand, doch in ihren Geschäftsmodellen steckt – neben viel Venture Capital – auch großes Marktpotenzial. Mit preisgünstigen Dongle-Lösungen für Smartphones versuchen diese Unternehmen, das Bezahlen am Point of Sale zu revolutionieren. Kleine Händler, Kioske oder Cafés können ihrer eigenen Kundschaft damit den Komfort einer Kartenzahlung anbieten. Von Payleven kommt nun erstmals eine Reader-Lösung, die auch kontaktlose Zahlungen via NFC akzeptiert.

Wie funktioniert Bezahlen im Supermarkt eigentlich?

Damit der Käufer im Supermarkt bargeldlos bezahlen kann, benötigt es allen voran Banken (sogenannte Issuer), die ihren Kunden eine Debit- oder Kreditkarte zur Verfügung stellen. Das hinterlegte Settlement, von dem die Bezahlung später abgebucht wird, ist in der Regel das Girokonto. Hinzu kommen im Fall einer Kreditkartenzahlung Unternehmen wie VISA oder MasterCard.

Damit eine elektronische Transaktion ausgeführt werden kann, bedarf es zudem spezielle Netzbetreiber (Processor), die sowohl die Zahlungsverkehrsdaten übermitteln als auch die POS-Terminals von den Herstellern wie Ingenico oder Verifone entsprechend ansteuern. Last but not least gibt es die Acquirer, die vertriebsorientiert einzelne Händler für eines der vielen Bezahlangebote gewinnen müssen.

Was machen Payleven, Streetpay & Co. anders?

All diese verschiedenen Marktteilnehmer im Payment-Ökosystem wollen mit ihrer Dienstleistung Umsatz und Marge generieren. In Summe entstehen dadurch nicht unerhebliche Gebühren, die schlussendlich vom Händler zu tragen sind. Während große Retailer in vielen Bereichen über eine eigene Bezahlinfrastruktur verfügen, gibt es für kleine Händler Leasing-Modelle, fixe Grundgebühren, Transaktionskosten etc. Bei einigen wenigen Kartenzahlungen pro Tag rechnen sich diese Investitionen nicht und es bleibt beim Bargeld.

An dieser Stelle kommen die Payment Newcomer ins Spiel. Der über den Kopfhöreranschluss des Smartphones verbundene Ansteck-Kartenleser kostet nur wenige Euro und die Gebührenstrukturen sind in der Regel wesentlich einfacher gestaltet, als bei den großen Zahlungsverkehrs-Dienstleistern. Vergleichsweise hohe, umsatzunabhängige Transaktionsgebühren von typischerweise 2,75% werden durch die sehr niedrigen Investitionskosten ausgeglichen. Gerade für kleine Händler also eine attraktive Option.

NFC als weiterer Service- und Wettbewerbsfaktor

Mittlerweile gibt es rund 1 Dutzend ernstzunehmender Marktteilnehmer, die mit Ihren Dongle-Lösungen in Märkten wie Europa oder den USA aktiv sind. Vorreiter Square ist bereits mehrere Milliarden schwer, die Telekom-Kooperation iZettle in Deutschland wohl am bekanntesten und auch für die Rocket Internet Ausgründung Payleven stehen alle Zeichen auf Wachstum. Der zunehmende Wettbewerbsdruck führt jedoch schon jetzt, 3 Jahre nach Aufkommen der ersten Dongle-Lösung, zu Anpassungsreaktionen in den Gebührensätzen (teilweise bereits unter 1%) und einem Aufrüsten der Technik. NFC ist damit nicht nur ein Servicefaktor für Händler und Kunden, sondern für Payleven auch ein wichtiger USP im Wettbewerb.

Mehr Informationen zu NFC auf CNM-Hannover sowie:

Square, Payleven & Co. demnächst mit NFC - Quelle: Flickr, Alan Levine, CC BY-SA 2.0

Square, Payleven & Co. demnächst mit NFC – Quelle: Flickr, Alan Levine, CC BY-SA 2.0

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Eine Antwort zu “Nun also doch: Erstes NFC-Terminal von Payleven

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