NFC-Pull und iBeacon-Push im stationären Einzelhandel

Werbung und Kundenbindung haben für den Einzelhandel einen sehr hohen Stellenwert. Mit ausgefallenen Promotion-Aktionen versucht man, den Abverkauf zu steigern und mit Bonusprogrammen sollen die Kunden zum Wiederkommen animiert werden. Das Smartphone gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Relevanz, ist es doch mittlerweile für viele Menschen Informations- und Kommunikationszentrale Nr. 1. Wie in diesem Kontext NFC und die neue iBeacon-Technologie genutzt werden können, möchten wir in diesem Artikel diskutieren.

iBeacons, neue Hoffnungsträger im Mobile Marketing

Bluetooth Low Energy (BLE) ist eine tolle Technologie. Seit 2009 ergänzt sie den Bluetooth-Standard um einen besonders energieeffizienten Kommunikationsbereich und seit 2011 findet sich BLE in allen Bluetooth 4.0 Smartphones wieder. iBeacon wiederum ist ein proprietärer Standard von Apple, der mit iOS 7 Einzug auf das iPhone gehalten hat.

iBeacon-Transponder ermöglichen es, iPhone-Besitzern über Entfernungen von bis zu 30 Metern Push-Informationen auf das Handy zu senden. Für den stationären Einzelhandel könnten damit mobile Location Based Services endlich Realität werden. Lieferten bisherige LBS-Ansätze nur eine geringe Käufer-Reichweite, so hoffen viele Werbetreibende aus dem Mobile Marketing nun auf den Apple-Effekt. Zielgenaue Werbung innerhalb der Verkaufsräume auf mobile Endgeräte ermöglicht erstmals echte Multi-Channel-Erlebnisse beim Shoppen in der Innenstadt. Zudem handelt es sich bei iPhone-Nutzern um eine attraktive, zahlungskräftige Kundengruppe.

Eine wichtige Anmerkung muss jedoch erfolgen: Push-Marketing hat in der Vergangenheit selten nachhaltig funktioniert. Nachzulesen unter dem Schlagwort Permission Marketing fehlt es dem Empfänger der Werbebotschaft meist an relevantem Interesse. Die Reaktanzgefahr ist beim sensiblen Kanal Mobile also stets zu beachten.

NFC, wenn es um Akzeptanz und Bezahlen geht

NFC wird regelmäßig in einem Atemzug mit Mobile Payment genannt. Das ist richtig so und wird auch so kommen. Doch das alleine reicht nicht, um NFC oder Mobile Payment zum Fliegen zu bringen. Die Marge im Handel ist gering, Mobile Payment kompliziert und die EC-Karte in Deutschland weit verbreitet.

Spannend – sogar für den Einzelhandel und Anwender – wird es jedoch, wenn es um das Thema Mobile Advertising geht. Mit NFC sind Informationen, Unterhaltung und Interaktion nur einen kurzen Tap entfernt. Jeder, der NFC einmal genutzt hat, wird es dem Scannen von QR-Codes vorziehen. Und mit NFC verfügt der Verbraucher jederzeit über eine beherrschbare, sichere Verbindung zur digitalen Umwelt, die ihn direkt umgibt. Egal, ob an einem Schaufenster, Kundenstopper, Einkaufswagen, Regal, Produkt oder Wartebereich: Mit NFC hat es der Kunde selbst in der Hand, welche Informationen für ihn relevant sind.

Im direkten Vergleich zu iBeacons, den digitalen Marktschreiern im Mobile Advertising, sind NFC-Tags die dezente Einladung in digitale Erlebniswelten. Für jede Situation gibt es mit NFC und BLE also die richtige Technologie. Entscheidend für den Markterfolg ist jedoch, dass der mobile Kanal umfassend und End-to-End in die übergeordnete Kommunikationsstrategie integriert ist. Denn wie immer gilt auch hier: It’s not about Technology.

Mehr Informationen zu NFC auf CNM-Hannover sowie:

Mobile Economy mit NFC & BLE - Quelle: CNM-Hannover, CC BY-SA 3.0

Mobile Economy mit NFC & BLE – Quelle: CNM-Hannover, CC BY-SA 3.0

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