NFC im Bereich Auto-ID

Vor ein paar Jahren noch wollten die Vertreter von RFID- und NFC-Lösungen wenig voneinander wissen. RFID, das waren professionelle Akteure im Supply Chain Management. NFC hingegen gehörte in das Lager der Consumer Electronics. In anderen Worten ausgedrückt: B2B vs. B2C. Doch nun wächst langsam zusammen, was zusammen gehört.

Denn technisch sind RFID und NFC sehr ähnlich. Vielmehr basiert NFC als Kommunikationsprotokoll für kontaktlose Datenübertragung sogar auf der RFID-Technologie. Bezüglich Dateiformatierung, Reichweite, Betriebsmodi und bislang allen voran in den Anwendungsbereichen gibt es allerdings große Unterschiede.

RFID-Systeme kommen insbesondere in der Produktion und Logistik zum Einsatz. Hier dienen sie der Automatischen Identifikation (Auto-ID) von beweglichen Objekten. Sind zum Beispiel alle Kartons auf einer Europalette mit RFID-Etiketten versehen, werden sie bei der Anlieferung vom einem RFID-Reader automatisch gescannt und in das Warenwirtschaftssystem der Lagerhalle aufgenommen. RFID kann dabei auf Artikel- oder Paletten-Ebene zum Einsatz kommen. Die Prozesse von RFID-Lösungen sind end-to-end erprobt und gut beherrschbar.

NFC wiederum findet seinen Weg in zunehmend viele Mobiltelefone. Für das Jahr 2014 rechnet die GSMA weltweit mit 500 Millionen NFC-fähigen Smartphones. Mobile Payment ist dabei zweifelsohne die am heißesten diskutierte NFC-Anwendung, Komplexität und Interoperabilität stellen die verschiedenen Anbieter jedoch weiterhin vor gewisse Herausforderungen. Smart Poster Applikationen sind demgegenüber wesentlich einfacher handhabbar und werden im Bereich Out-of-Home-Media sehr bald den Massenmarkt erreichen. Als RFID-Scanner könnten NFC-Telefone bald weitere Einsatzfelder erschließen.

So finden sich im industriellen Umfeld eine Vielzahl interessanter Anknüpfungspunkte zwischen RFID und NFC. Dem Verständnis eines automatischen Identifikationssystem nach kann es sich bei NFC nicht um reine Auto-ID-Lösung handeln. Bedingt durch die konzeptionell kurze Reichweite von NFC ist menschliches Hinzutun eigentlich immer notwendig.

Ein belastbarer Business Case ergibt sich deshalb dort, wo wechselnde Umweltsituationen von statischen RFID-Installationen nicht sinnvoll abgebildet werden können. Zudem ist die Nutzung einer wachsenden NFC-Infrastruktur deutlich kostengünstiger, als spezielle, proprietäre RFID-Angebote.

Welche kombinierten Lösungen der Markt in Zukunft konkret anbietet, können Sie am besten auf einer der vielen Fachmessen zum Thema AutoID und RFID erfahren. Nächste Woche findet in Frankfurt die EuroID statt, die Logimat folgt im Februar in Stuttgart und CeMAT dann im März in Hannover. Wir sind gespannt, in welchen Bereichen der Endanwender mit seinem NFC-Smartphone demnächst auch von der RFID-Technologie profitieren wird.

Mehr Informationen zu NFC auf CNM-Hannover

NFC & RFID auf der Messe Frankfurt - Quelle: Flickr, Achim Hepp, CC BY-SA 2.0

NFC & RFID auf der Messe Frankfurt – Quelle: Flickr, Achim Hepp, CC BY-SA 2.0

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2 Antworten zu “NFC im Bereich Auto-ID

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