NFC Kiss – Keep it short and simple

Mit einem Kuss geht vieles leichter. Mit einem Ring mit integriertem NFC-Chip angeblich auch. Kaum eine IT-Internetseite und kein Nachrichten-Blog, der sich in der Sommerpause nicht dankend diesem Thema angenommen hat. Gemeint ist ein aktuelles Kickstarter Crowdfunding-Projekt, dessen Ziel die Entwicklung eines Fingerrings mit integriertem NFC-Chip ist. Hiermit ließe sich dann zum Beispiel bequem das eigene Smartphone oder die Haustür entsperren. In diesem Artikel geht es uns jedoch um einen anderen Aspekt.

Seit nunmehr 10 Jahren mühen sich Halbleiterhersteller und Infrastrukturanbieter, Mobilfunkunternehmen, Handyfirmen und Zahlungsverkehrsdienstleister darum, ein funktionsfähiges NFC- und Mobile Payment Ökosystem zu etablieren. Die Komplexität dieses Vorhabens ist nicht zu unterschätzen und allein mit Blick auf die großen Marktteilnehmer insgesamt wohl ein mittlerer bis hoher, dreistelliger Millionenbetrag zu veranschlagen, der bislang für Vorarbeiten investiert worden ist.

Von einem positiven ROI ist indes sicher nicht zu reden. Umso dramatischer wäre es, sollten zukünftig primär andere Technologien für den erhofften Hauptertragsbringer Mobile Payment zum Einsatz kommen. Anbieter wie Anwender von NFC müssen also einen langen Atem und viel Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Technologie haben. Anders gestaltet sich die Situation für Startups und kleine Unternehmen.

Wer nur kleine Märkte bedienen möchte, der kann mit den mittlerweile im Markt verfügbaren NFC-Komponenten und insbesondere NFC-Smartphones bereits sehr gute Angebote entwickeln. Der Kickstarter-NFC-Ring ist ein Beispiel, SmartPoster- oder SmartLiving-Applikationen sind weitere, mit geringem Investment zu realisierende NFC-Anwendungen. Das für Entrepreneurs an der aktuellen Marktsituation charmante ist: Sogar im Jahr 2013 schaffen es Unternehmen noch, allein mit der Inaussichtstellung einer einfachen NFC-Lösung eine hohe mediale Aufmerksamkeit zu generieren. Die Zeit für kreative NFC-Gründer ist also günstig.

Unsere Empfehlung für alle etablierten Marktteilnehmer lautet daher: Wer versucht, sich gleich mit einer eierlegenden Wollmichsau im NFC-Ökosystem zu positionieren, wird scheitern. Wichtiger sind einzelne, Convenience-orientierte und einfach zu kommunizierende Mehrwert-Lösungen. Alles andere mag technisch großartig und für bestimmte User ein schönes Nice-to-Have sein. Zum Fliegen bringen sie das eigene NFC-Business aber nicht. Deshalb gilt NFC Kiss – Keep it short and simple!

Mehr Informationen zu NFC auf Digital Trends und CNM-Hannover.

NFC, bitte schnell und einfach erklärt - Quelle: Flickr, Man Alive!, CC BY 2.0

NFC, bitte schnell und einfach erklärt – Quelle: Flickr, Man Alive!, CC BY 2.0

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2 Antworten zu “NFC Kiss – Keep it short and simple

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