Vodafone: 80% aller eigenen Smartphones in 2013 mit NFC

Unter dem Namen SmartPass startet der weltgrößte, internationale Mobilfunkanbieter Vodafone PLC Anfang nächsten Jahres seine eigene Mobile Payment Lösung. Den Beginn macht Australien, im Verlauf des Jahres werden dann mit Großbritannien, Frankreich und Deutschland auch wir zu den ersten europäischen Ländern gehören, die das neue Angebot nutzen können. Kooperationspartner von Vodafone ist VISA, die mit ihrem kontaktlosen Bezahlsystem payWave für eine hinreichend große Anzahl von Akzeptanzstellen im Handel sorgen. Analog zur Kooperationen der Deutschen Telekom mit Konkurrent MasterCard werden wir in Zukunft wohl häufiger Zusammenschlüsse zwischen einer Kreditkartenorganisation und einem Mobilfunkanbieter sehen. Die gemeinsame Marktbearbeitung scheint für alle Beteiligten ein überzeugendes Businessmodell und hinreichend hohe Erlöse zu generieren.

Wie bei anderen MNO-zentrierten Bezahlangeboten, so basiert auch Vodafone SmartPass auf drei zentralen Bestandteilen: Einer NFC-fähigen SIM-Karte, einem NFC-fähigen Mobiltelefon sowie einer passenden App, die zur Verwaltung der virtuellen Geldbörse dient. So weit, so gut.

Im Zuge der allgemeinen Berichterstattung ist jedoch vor allen Dingen ein Statement von Thomas Roets, General Manager of Strategy and Business Development bei Vodafone Australia, interessant. Seine Aussage lautet, dass im Jahr 2013 rund 80% aller bei Vodafone verkauften Mobiltelefone mit einem NFC-Chip ausgestattet sein werden. Wenngleich in der Vergangenheit viele Marktprognosen zur Verbreitung von NFC übertrieben waren, so ist diese Ankündigung nicht zu unterschätzen. Denn nach wie vor erreichen die meisten Mobiltelefone im Zuge von Vertragsverlängerungen ihren neuen Besitzer. Sofern ein MNO also bei den Telefonherstellern entsprechende Großbestellungen in Auftrag gibt, finden sich diese Geräte danach schnell und zahlreich im Markt wieder. Da die Bestellungen landesspezifisch vorgenommen werden, kommt es zu den momentan großen Unterschieden in der regionalen Verfügbarkeit von NFC-Telefonen. Ebenso gibt es deutliche Unterschiede bei den Abverkaufszahlen beziehungsweise den Marktanteilen einzelner Geräte. Diese liegen bei den Kassenschlagern im zweistelligen Bereich, bei manch anderem Handy jedoch gefühlt unter der Wahrnehmungsschwelle.

Für einzelne, technikaffine Anwender und Applikationen mag dies keine Bedeutung haben, ist doch mit Bestsellern wie dem Galaxy SIII jederzeit allen Ortes ein NFC-Telefon zu erwerben. Für das Massenmarktthema Mobile Payment wie auch das NFC-Ökosystem insgesamt sind das Engagement der Mobilfunker und Lösungen wie SmartPass jedoch von großer Relevanz. Sie garantieren Geräteverfügbarkeit, NFC Awareness und attraktive Dienste. Zu hoffen bliebt jetzt nur noch auf die Akzeptanz beim Käufer und Verbraucher.

Mehr Informationen zu NFC auf Smarthouse und CNM-Hannover.

Hello NFC – Quelle: Flickr, Shark3601, CC BY-SA 2.0

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3 Antworten zu “Vodafone: 80% aller eigenen Smartphones in 2013 mit NFC

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