Near Field Communication – Eine hilfsbereite Technologie

Smarte Produkte sollen Menschen aktiv wie passiv in Alltagssituation unterstützen. Die Wissenschaft bezeichnet dieses Szenario als Internet der Dinge, die Medizin nennt es Ambient Assisted Living und wir sagen ganz einfach Near Field Communication. Allein mit NFC ist es nicht getan, doch kommt NFC meist in Kombination mit einem Smartphone zum Einsatz. Dies sind mobile, internetfähige Computer, die mit NFC als Schnittstellentechnologie normale Alltagsgegenstände schnell in smarte Objekte verwandeln können. Hierfür bedarf es lediglich ein paar NFC-Tags und einer guten Idee.

Jüngstes Beispiel ist MindTags. Die als App für Android-Geräte realisierte Anwendung ermöglicht es mit wenigen Handgriffen, die ID eines NFC-Tags mit einer gespeicherten, selbstaufgezeichneten Sprachdatei zu verknüpfen. Berührt der Anwender anschließend mit seinem Smartphone den NFC-Tag, wird die Aufnahme automatisch wiedergegeben. Interessant ist dies zum Beispiel für Menschen mit einer ausgeprägten Sehschwäche. Sind Jacke, Pullover und Hose manuell mit einem NFC-Tag versehen und einmalig durch normal Sehende in der App identifiziert und gespeichert, kann das Handy fortan zu Auswahl der richtigen, farblich passenden Kleidungsstücke genutzt werden. MindTags wurde gemeinsam mit Blinden entwickelt und kommt in wenigen Wochen als kostenlose App auf den Markt.

Dem Ideenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt, schließlich können NFC-Sticker an verschiedensten Gebrauchsgegenständen im Wohn- und Arbeitsbereich befestigt werden. Das Thema Sicherheit spielt indes nicht nur im Bereich Mobile Payment eine wichtige Rolle. Auch ganz ohne App kann beispielsweise ein auf den Nachttisch geklebter NFC-Tag beim Berühren mit dem Telefon einen Notruf absetzen und den Arzt sowie Angehörige via Text- oder Sprachdienste alarmieren. Demenzkranke hingegen werden am Abend durch ein akustisches Signal daran erinnert, alle Eingangstüren im Haus zu verriegeln, sofern nicht beim Abschließen der dort angebrachte NFC-Sticker mit dem Telefon bewusst zur Kontrolle berührt wurde.

In all diesen skizzierten Szenarien geht es letztendlich darum, hilfsbedürftigen Menschen mit vergleichsweise einfachen Ansätzen ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben im eigenen Wohnumfeld zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den steigenden Kosten im Gesundheits- und Pflegebereich ein in vielerlei Hinsicht wichtiger Aspekt. Im Vergleich zu speziellen, medizinischen Produkten können NFC-Smartphones sicher nur einen kleinen Teil der notwendigen Unterstützung abdecken. Doch was sind ein paar Euro für einige NFC-Tags im Vergleich zu anderen technischen Lösungen und Leistungen im Gesundheitswesen. Investitionen in das NFC-Ökosystem könnten sich demnach für eine alternde Gesellschaft in vielfältiger Weise amortisieren.

Mehr Informationen zu NFC auf WDR und CNM-Hannover.

NFC, Brailleschrift der Internetökonomie – Quelle: Flickr, lissalou66, CC BY-ND 2.0

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2 Antworten zu “Near Field Communication – Eine hilfsbereite Technologie

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