NFC-Bezahldienst mpass von o2 in Hamburg gestartet

Als erster Mobilfunkanbieter in Deutschland holt Telefonica o2 seine Kunden in die Gegenwart: Ab sofort können o2-Vertragskunden den Bezahldienst mpass als echtes NFC Payment auch im stationären Einzelhandel nutzen. mpass ist ein gemeinsamer Service von Vodafone, Telekom und o2, der sicheres Bezahlen mit dem Handy sowohl im Internet als nunmehr auch im Geschäft ermöglicht. Lange Zeit war es vergleichsweise still um mpass geworden, doch jetzt erstrahlt nicht nur die Homepage in neuem Glanz.

Zu Beginn als NFC-Stickerlösung und demnächst auch mit passenden NFC-Telefonen zu nutzen, können o2-Kunden in der Pilotregion Hamburg künftig bei allen Star-Tankstellen kontaktlos bezahlen. Unter dem Motto Tap&Go funktioniert dies, ähnlich wie bei anderen Lösungen, für Geldbeträge unter 25€ auch ohne PIN-Eingabe. Die deutsche Banklizenz kommt von der Münchener Wirecard Bank, Technologiepartner ist MasterCard mit Paypass, wodurch sich die Zahl der Akzeptanzstellen europaweit auf 100.000 sehr deutlich vergrößert.

Dem Vorstoß von o2 werden bald auch die Telekom und Vodafone folgen und damit Deutschland in Sachen Mobile Payment endlich ins 21. Jahrhundert befördern. Zukunft schreiben wir im internationalen Vergleich jedoch bislang kaum. Denn momentan ist die Zahl der beteiligten Partnerunternehmen noch überschaubar und wirklich ubiquitär verfügbar ist das Angebot daher nicht. Wie schwierig ein gemeinsamer Konsens auf Anbieterseite im NFC-Ökosystem zu finden ist, zeigen andere NFC-Projekte wie zum Beispiel in den USA oder Frankreich.

Die größte Herausforderung wird jedoch nicht in der Installation möglichst vieler NFC-Terminals am Point of Sale liegen. Am Ende des Tages ist es die Verbraucherakzeptanz, die über Erfolg und Misserfolg eines Bezahldienstes entscheidet. Neben mpass gibt es auf der internationalen Bühne viele weitere Anbieter. Große Dienstleister wie Google und PayPal, aber auch kleine Unternehmen wie das US-Startup Square buhlen um die Aufmerksamkeit der Kundschaft. Nicht alle Lösungen setzen auf NFC und doch muss zunächst hier Aufklärungsarbeitet betrieben werden.

Laut verschiedener Studien wird dabei den Mobilfunkunternehmen die größte Kompetenz zugesprochen, den Endanwender über NFC zu informieren. Denn viele Verbraucher werden von der neuen Angebotsvielfalt samt neuer Abkürzungen und Logos zunächst überfordert sein. Das Informations- und Unterstützungsangebot der Mobilfunker muss also entsprechend umfangreich sein und wir hoffen, dass es nicht bei einem kurzen Engagement bleibt. Der Markt ist attraktiv genug und der Kampf um die Marktführerschaft hat grade erst begonnen. Übrigens: Square Inc. wird mittlerweile mit rund 4 Milliarden USD bewertet. Das nächste Jahr wird also spannend.

Mehr Informationen zu NFC auf Telefonica und CNM-Hannover.

o2 mpass – Quelle: Flickr, o2 in Deutschland, CC BY-NC-ND 2.0

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