Erfolgreiches Carsharing mit NFC und Continental

Heute ein etwas ausführlicherer Bericht zu einer etwas älteren Pressemitteilung. Seit zwei Jahren testet das hannoversche Traditionsunternehmen Continental in Toulouse, Frankreich, den Einsatz von NFC für ein Carsharing-Projekt. Der klein angelegte NFC-Pilot ermöglicht es Mitarbeitern der Stadtverwaltung, über die zugehörige App das nächstgelegene, verfügbare Auto des Fuhrparks zu finden. Auf dem Smartphone selbst wird dann ein digitaler Schlüssel abgelegt, der via NFC die Autotür öffnen und durch Pairing des Smartphones mit dem Bordcomputer weitere Komfortfunktionen übernehmen kann. Die NFC-Lösung soll vergleichsweise kostengünstig zu implementieren und für beliebige Fahrzeugmodelle und Hersteller verfügbar sein.

Als Machbarkeitsprüfung und Demonstrator konzipiert, adressiert Continental damit gleich mehrere Herausforderungen, denen sich Städte und ihre Bewohner in Zukunft stellen müssen: Mobilität wird immer teurer und Verkehrsinfrastrukturen sind zunehmend überlastet. Der Einsatz von Car Sharing im Individualverkehr ist hier eine Möglichkeit, die Kosten eines PKWs nutzungsabhängig auf viele Personen zu verteilen. Sind die Fahrzeuge zudem in hoher Anzahl verfügbar und können sie frei im Stadtgebiet abgestellt werden, lassen sie sich optimal in den intermodalen Mobilitätsmix integrieren und somit begrenzte Ressourcen schonen. Die Notwendigkeit zum Umdenken haben auch die großen Automobilhersteller erkannt und vielerorts eigene Car Sharing-Projekte gestartet.

Doch ungeachtet der genannten Vorteile und gewaltiger Werbebudgets kämpfen diese Projekte teilweise recht glücklos um Aufmerksamkeit und Kunden, wovon man sich in mach Landeshauptstadt ein Bild machen kann. Ein Grund hierfür könnte das Fehlen eines ganzheitlichen Ansatzes sein, wozu auch die Integration moderner Kommunikationsmittel wie dem Smartphone gehört. Anders als noch vor 10 Jahren, steht zum 18. Geburtstag das eigene Auto heutzutage immer seltener auf der Wunschliste. Gefragt ist vielmehr das neuste High-End-Smartphone. Warum also nicht das Smartphone mit dem Car Sharing-Auto kombinieren und beide Erlebniswelten miteinander verbinden?

Auch hier ist NFC der Schlüssel für neue Märkte und wir sind gespannt darauf, wann andere Anbieter dem Beispiel aus Toulouse folgen.

Mehr Informationen zu NFC auf Continental und CNM-Hannover.

Carsharing – Quelle: Flickr, mariordo59, CC BY-SA 2.0

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2 Antworten zu “Erfolgreiches Carsharing mit NFC und Continental

  1. Reblogged this on Automotive Business Talk und kommentierte:
    Der folgende Artikel stammt vom Center for NFC Management an der Leibniz Universität Hannover. NFC steht für Near Field Communication, sprich für die kontaktlose Kurzstreckenkommunikation mobiler Geräte. Dabei geht es im Wesentlichen um das Bezahlen bzw. Identifizieren mit dem Handy. Ein spannendes Thema, das auch im Automobilgeschäft eine Rolle spielt.

  2. Pingback: Wird NFC zum Autoschlüssel? | CNM-Hannover | NFC·

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